Kantonsrat: Bischofberger soll Vize-Präsident werden
St. Gallen. Die CVP-Fraktion im Kantonsparlament schlägt Felix Bischofberger für das Vizepräsidium vor. Der 43jährige Postunternehmer aus Altenrhein ist unter anderem Präsident der St. Galler Sektion von travail.suisse und Stiftungsratspräsident des Gymnasiums Marienburg Rheineck. Die Fraktion lobt Bischofberger als «volksnahen Politiker» und für seine «pragmatische und lösungsorientierte Art des Politisierens». Die Wahl des Kantonsrats-Vizepräsidenten 2011/2012 findet in der Junisession statt. (St. Galler Tagblatt, 19. April 2011)

Nachgefragt: Den Leuten die Politik näherbringen
Die CVP-Kantonsratsfraktion nominiert den Altenrheiner Kantonsrat Felix Bischofberger für das Amt des Ratsvizepräsidenten. Für ihn ist sie eine Anerkennung für sein Engagement und die Krönung seiner politischen Karriere. Denn bei erfolgreicher Wahl wird er 2012 höchster St. Galler.

Wie haben Sie die Nomination erlebt?
Es war ein spezielles Erlebnis, vergleichbar mit dem Entscheid, sich einer Kandidatur zu stellen. Ich habe sie mit gemischten Gefühlen erlebt, da sich auch andere für das Amt interessierten.

Und wie fühlen Sie sich jetzt als offizieller Kandidat?
Die Freude ist riesig. Es ist eine Anerkennung für mein Engagement für die Öffentlichkeit. Es war ein langes Hinarbeiten auf ein Ziel, ein hohes Ziel. Für mich persönlich das höchste der Gefühle.

Dachten Sie schon bei Ihrer ersten Wahl in den Kantonsrat, dass Sie ihn gerne präsidieren würden?
Nein. Der Wunsch kam erst durch die politische Arbeit im Rat. Ein Jahr lang war ich Stimmenzähler, da bekam ich Einblick in die Arbeit des Präsidiums. Damals habe ich beschlossen, zu kandidieren, wenn sich die Möglichkeit bietet. Die Wahl wäre die Krönung meiner politischen Karriere.

Welche Akzente würden Sie als Vizepräsident des Rats setzen?
Das Präsidium führt den Parlamentsbetrieb. Dabei muss es die Vielfalt unseres Kantons unter einen Hut bringen. Es repräsentiert den Kanton in den Organisationen, in den Vereinen. Als volksnaher Politiker ist es mir wichtig, Gespräche zu führen, um den Leuten die Politik näherzubringen und sie dafür zu begeistern.

Mit Ihnen wäre unsere Region erneut im Präsidium vertreten. Profitiert sie davon?
Natürlich würde ich die Gelegenheit nutzen, um Werbung für unsere schöne Seeregion zu machen. Doch primär würde ich den Kanton repräsentieren. Meine Aufgabe dabei ist, die Bindung zwischen Politik und Bevölkerung zu schaffen. Nachdem zweimal St. Gallen (Walter Locher und Karl Güntzel, Anm. der Red.) im Präsidium war, wäre es schön, wenn die Landregion vertreten ist. (St. Galler Tagblatt, 19. April 2011) >zurück