Felix Bischofberger siegt mit FC Kantonsrat
2:1 für den FC Kantonsrat. Nicht etwa auf dem politischen Parkett, sondern auf dem Rasen der Sportanlage Bützel gegen das Nationalliga-A-Frauenteam des FC Staad.
Trotz Wahlstress liessen es sich die St. Galler Kantonsräte nicht nehmen, in Buechen ein unterhaltsames Spiel gegen die Staader NLA-Fussballerinnen zu bieten. Die zahlreichen Zuschauer zeigten sich vom Können der älteren Herren überrascht.

Das Spiel ist nicht zuletzt auf Initiative des einheimischen Altenrheiner Kantonsrates Felix Bischofberger zustande gekommen. Die Zuschauer waren überrascht und bekamen ein attraktives Spiel vorgesetzt. «Die Kantonsräte werden es schwer haben gegen die flinken und technisch wendigen Frauenfussballerinnen», prophezeite ein Zuschauer vor Spielbeginn. Er sollte vorerst recht behalten. Die Fussballerinnen – derzeit an vierter Stelle der höchsten Fussballliga der Schweiz platziert – gingen los wie die Feuerwehr. «Am Anfang bin ich erschrocken, wie gut und schnell die daherkamen», staunte Felix Bischofberger.

Doch Bischofberger liess sich in seinem Heimspiel auch nicht lumpen. Er und seine Hinterleute steigerten sich, je länger die Partie dauerte. Zwar gingen die ersatzgeschwächten Fussballerinnen schon bald standesgemäss in Führung. Doch deswegen liessen sich die Ratsherren nicht aus ihrem Konzept bringen – im Gegenteil. Sie begannen, zunehmend das Spieldiktat an sich zu reissen.

Und bei dem von Felix Bischofberger dirigierten Abwehrbollwerk bissen die schnellen Spielerinnen auf Granit. Es kam, was einige ahnten. Captain Peter Boppart wurde im Strafraum von einer Gegenspielerin zu Fall gebracht. Boppart trat selbst zum Strafstoss an und sorgte für den überraschenden 1:1-Ausgleich.

Der Ausgleich stachelte zwar die Fussballerinnen an und sie versuchten vehement, die Führung wieder an sich zu reissen. Das gelang ihnen aber nicht, und in der zweiten Hälfte vermochten die Parlamentarier erneut ihre Routine in die Waagschale zu werfen. Ein prächtiger Sololauf von Walter Oertle brachte die Räte 2:1 in Führung und damit den nicht unverdienten Siegtreffer.

Coach Andreas Schmid trieb zwar seine Spielerinnen unermüdlich an. Doch es half nichts, die Räte hielten allem Druck stand. «Ist nicht so tragisch», kommentierte Andreas Schmid die Niederlage gelassen. Felix Bischofberger und seine Leute hingegen freuten sich um so mehr. «Aber das war schon eine rechte Herausforderung», urteilte der Altenrheiner Kantonsrat. «Denn die Spielerinnen waren wirklich schnell und technisch gut.»

(St. Galler Tagblatt, 22. September 2011) >zurück